Arbeit und Bildung

100 neuen Lehrstellen beim Bund

Der Bundesrat hat heute beschlossen, 100 neue Lehrstellen zu schaffen. Zudem bekräftigt er die Appelle an die Privatwirtschaft und die Kantone, es dem Bund gleich zu tun.
Zahlreiche Jugendliche sind zur Zeit auf der Suche nach einer Lehrstelle. Sie müssen erfahren, dass sich die angespannte Konjunktur auch auf das Lehrstellenangebot auswirkt. Lehrstellen sind vor allem knapp im kaufmännischen Bereich, bei den Informatikberufen, bei anspruchsvollen technischen Berufen und vereinzelt im Verkauf. Genügend Lehrstellen melden dagegen gewerbliche Berufe sowie der Bau- und der Gastrobereich.
3% der Bundesangestellten sind Auszubildende

Die Bundesverwaltung bietet momentan rund 900 Jugendlichen eine Lehrstelle oder einen Ausbildungsplatz an. Mit den neuen Lehrstellen erhöht den Anteil der Lehrlinge an der Gesamtbelegschaft auf knapp drei Prozent. Der Beschluss des Bundesrates erfolgt unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Eidgenössischen Räte im Rahmen des Beschlusses zum Voranschlag 2004.
Kantone und Private sollen auch Ausbildungsstellen schaffen

Der Bund fordert Private und Kantone auf, ihr Lehrstellenangebot ebenfalls auszuweiten. Dieser Aufruf ist im Zusammenhang mit der Lehrstelleninitiative (LIPA) zu sehen, über die am 18. Mai 2003 abgestimmt wird. Die InitiantInnen der Lehrstelleninitiative wollen über ein Bonus-Malus-System Angebot und Nachfrage in Einklang bringen und die Betriebe entlasten, die Lehrstellen anbieten. Der Bundesrat lehnt die Lehrstelleninitiative ab, da sie das bisherige System gefährde. Das neue Berufsbildungsgesetz schaffe genügend Anreize für mehr Lehrstellen.


vgl. dazu auch Artikel "Lehrlingsausbildung lohnt sich auch finaziell"

 

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Publikationsdatum 30.04.2003
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