Wohlbefinden

Colon-Therapie

Interview von Irene Küng mit Priska Levi, Praxisleiterin des Colon-Therapie-Centers in Wil.
Frau Levi, wieso kommen die Leute zu ihnen?

Nicht selten sind wir eine Anlaufstelle für Patienten, die schon mehrere Therapien hinter sich haben und immer noch an Kopfweh, Hautausschlägen, Depressionen, Stirnhöhlenvereiterungen, Vitalitätsverlust oder Angstzuständen leiden. Wieder andere kommen 1x im Jahr, um sich zu Entschlacken.
Es kommen Leute im Alter von 20 bis 86 Jahren. Vielfach leiden Sie an Obstipation (Verstopfung).
Auch während einer Fastenkur bewährt sich die Darmreinigung mit der Colon-Therapie effizienter gegenüber den selbst durchgeführten Einläufen. Mit der Colon Methode kann wirklich der ganze Dickdarm bis übergang Dünndarm gereinigt werden.
Welche Vorbereitungen sind zu treffen?

Nicht nüchtern kommen (wegen evt. Blutdruckabfall).
Für Fastende: Zwei Fastenvorbereitungstage (spezielle Kost), ein Tag mit Glaubersalz abführen (schmunzelt) - die es hinunterbringen. Zwei Tage später dann eine Darmreinigung durchführen lassen.
Für wen ist die Colon-Therapie nicht geeignet?

Es gibt eigentlich keine Einschränkungen. Beim ersten Treffen wird ein Fragebogen ausgefüllt, so kann ich abchecken, ob eine Behandlung möglich ist.
Krankenkasse übernimmt Behandlung

Wie lange dauert eine Behandlung und wie teuer ist sie?

Pro KlientIn rechnen wir 1,5 Stunden. Das beinhaltet: Persönliches Gespräch, die Colon-Therapie vorstellen. Wenn gewünscht, stellen wir einen Ernährungs-Umstell-Plan zusammen. Die Dickdarm-Therapie dauert ca. 45 Minuten.
Eine Behandlung kostet Fr. 130. Sie wird von der Krankenkasse übernommen.
Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Ich bin ausgebildete Arztgehilfin. Habe als Familienfrau Weiterbildungskurse besucht wie: Fussreflexzonen- und Ganzkörpermassage. Durch einen Vortrag bin ich auf Colon- Therapie gestossen.
Zur gleichen Zeit, doch unabhängig voneinander, hatte sich auch mein Bruder für diese Therapieform interessiert. Gemeinsam beschlossen wir, eine Praxis zu eröffnen. Die ersten fünf Jahre waren harzig. Wir hielten durch und heute arbeiten wir unter anderem mit einem Kurhaus zusammen. Die Colon- Therapie sollte noch viel bekannter werden, weil es einfach eine gute Sache ist.
Was machen Sie für Ihr Wohlbefinden?

(Lacht laut) Ja eben, ein Mal im Jahr Darmspülen. Ich jogge leidenschaftlich gerne und spiele Fussball. Einmal pro Woche besuche ich die Sauna. Jaaa und eine Massage, dass wär's wieder mal!
200 Jahre Kanton St. Gallen. Was kommt Ihnen dazu in den Sinn?

Habe mich noch nicht damit auseinander gesetzt. Hatte erst Zeit, den Jubiläumskatalog durchzublättern und habe schon mal den 14. Juni reserviert. Mum-Stafette, Mensch und Maschine, da möchte ich mitmachen.
Zum Feiern habe ich erst später Zeit, nun steht der Umzug der Praxis an. Noch dieses Jahr feiern wir unser siebtes Jubiläum der Colon-Therapie-Praxis.
Vielen Dank Frau Levi für das Interview und "e schöns Fescht!"

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Autorin/Autor

 

Irene Küng
Publikationsdatum 30.03.2003
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