Wohlbefinden

Brustoperation: Was muss die Krankenkasse bezahlen?

Eine Frau hat nach einer Brustoperation Anspruch darauf, dass die Krankenkasse alle zur Wiederherstellung des körperlichen Zustands notwendigen Massnahmen bezahlt. So die höchstrichterliche Rechtsprechung. Es gibt aber auch Spezialfälle, bei denen die Kassen nicht bezahlen müssen.
Laut einem neuen Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes gilt auch unter dem neuen Krankenversicherungsgesetz: Plastisch chirurgische Massnahmen nach (medizinisch erforderlichen) operativen Eingriffen müssen von der Krankenkasse bezahlt werde. Führt ein (medizinisch erforderlicher) Eingriff an einer kranken Brust zu einer Asymmetrie des Busens, muss die Kasse die Kosten für die Anpassung der gesunden Brust jedoch nicht übernehmen. Die Krankenkasse müsste nur dann bezahlen, wenn der asymmetrische Busen zu physischen oder psychischen Störungen mit Krankheitswert führen würde.


Im konkreten Fall verneinte das Gericht eine Pflicht der Krankenkasse zur übernahme der Kosten des chirurgischen Eingriffs. Es ging um eine Frau, deren Busen nach einer teilweisen Entfernung von Brustgewebe eine Asymmetrie aufwies. Sie konnte psychischen Störungen mit Krankheitswert nicht nachweisen.

 

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Publikationsdatum 29.04.2003
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