Wohlbefinden

Aber bitte mit Sonnencreme!

Gehören auch Sie zu denjenigen Frauen, die nach den Ferien stolz Ihre hart erkämpfte Bräune präsentieren? Und freuen Sie sich darüber, wenn man Ihnen Komplimente macht, weil Sie so schön braungebrannt sind? Dann gehören Sie wohl oder übel zu jener Spezies, die nichts gecheckt hat.
Jedes Jahr in der Sommerzeit sind sie anzutreffen. Menschen, die sich stundenlang den gnadenlosen Sonnenstrahlen ausliefern und sich regelrecht rösten lassen. Gegen Warnungen, bezüglich leichtsinnigem Braten an der Sonne, scheinen die Ohren der Sonnenhungrigen immun zu sein. Ob zu viel Sonne wohl auch die Hirnzellen schädigt? Fakt ist, dass die fälschlicherweise "gesunde" Bräune unsere Haut schädigt. Das Sonnenlicht produziert drei verschiedene Typen von UV-Strahlen. UVA fördert die Hautalterung, Allergien und Hauttumore. UVB bräunt die Haut, ist aber gleichzeitig verantwortlich für den Hautkrebs. Die eher unbekannten UVC-Strahlen sind für uns bis jetzt noch harmlos, da sie von der Ozonschicht absorbiert werden. Wenn sich die schützende Ozonschicht aber weiterhin, dank unserem Verschulden reduziert, können auch diese für uns gefährlich werden.
Die Haut vergisst nicht

Die meisten von uns hatten in Ihrem Leben sicher einmal einen Sonnenbrand. Auch wenn dieser noch so weit zurückliegt, sind die daraus entstandenen Schäden irreparabel, denn die Haut vergisst keinen einzigen Sonnenstrahl. Die bei uns so heissgeliebte Bräune entsteht dadurch, dass die Haut ihre Hornschicht verdickt und so die Melaninproduktion ankurbelt. Fakt ist, dass "gesunde" Bräune nicht existiert. Gebräunte Haut ist immer ein Zeichen dafür, dass die Haut angegriffen ist.
Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktor

Wer sich trotz allem immer noch gerne an der Sonne räkelt, sollte wenigstens die wichtigsten Spielregeln einhalten. Erstens sollten Sie immer ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden, mindestens 15 oder 20, je nach Hauttyp. Empfindliche Haut benötigt einen noch höheren Faktor. Zweitens sollte Ihnen Ihr eigner Hauttyp bekannt sein. Wer diesen nicht kennt, kann ihn unter www.hauttyp.ch ermitteln. So wissen Sie, wie viele Minuten ihre Eigenschutzzeit beträgt, also wie lange Sie sich ohne Sonnenschutzmittel gefahrlos an der Sonne aufhalten können. Die Eigenschutzzeit variiert zwischen 5 und 90 Minuten. Gehören Sie beispielsweise zum Hauttyp drei, dem häufigsten Hauttyp in der Schweiz, beträgt die Eigenschutzzeit ihrer Haut 20 bis 30 Minuten. Nach dieser Zeit muss die Haut aber geschützt werden. Das Tragen einer guten Sonnenbrille ist ein Must, denn die Augen sind sehr empfindlich gegenüber Sonnenbestrahlung. Auch ein Sonnenhut sollte zu Ihrem ständigen Begleiter werden, egal welchem Hauttyp Sie angehören. Und zu guter letzt: Meiden Sie zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne und suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen.
Kostenlose Beratung im Sonnenmobil der Krebsliga

Bis Mitte August ist das Präventionsteam der Krebsliga mit seinem Sonnenmobil unterwegs und klärt die Schweizer Bevölkerung über den angemessen Umgang mit der Sonne auf. Wer will, kann seine Haut im Sonnenmobil kostenlos durch einen Dermatologen oder eine Dermatologin untersuchen lassen. Verdächtige Pigmentmale können so beurteilt werden. Wo und wann das Sonnenmobil unterwegs ist, erfahren Sie unter www.swisscancer.ch.




 

Autorin/Autor

 

Rebekka Wagner
Publikationsdatum 28.07.2003
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