Frauen bewegen - Ein Abschied voller Emotionen

26:09:2014

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Der neu formierte Vorstand mit Präsidentin Jolanda Welter Alker, vorne links
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Susanne Vincenz, abtretende Präsidentin nach 9 Amtsjahren
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Das Jubiläumsbuch

www.fzsg.ch

Das Jubiläumsbuch ist im Buchhandel erhältlich oder bei der Frauenzentrale an der Bleichestrasse 11 in St. Gallen.

Rund 160 Personen feierten den 100. Geburtstag der Frauenzentrale St.Gallen. Die Jubiläums-Generalversammlung am 1. September 2014 bildete den Abschluss eines intensiven Jahres mit vielen Höhepunkten und einigen Überraschungen.

 

Jacqueline Schneider

 

Geladen wurde zur Generalversammlung in die Tonhalle St.Gallen. Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher eröffnete die 100. GV der Frauenzentrale St.Gallen. Nach der Grussbotschaft von Paul Schlegel, Kantonsratspräsident, gingen die statutarischen Geschäfte zügig und reibungslos voran.

 

Wahlen

Beim Traktandum «Wahlen» gab es für die Stimmenzählerinnen viel zu tun. Nach intensiver Auszählung der Wahlkarten standen die Ergebnisse fest. Alle bisherigen Vorstandsfrauen wurden klar bestätigt und wiedergewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurden mit hervorragenden Ergebnissen Maya Grollimund  und Karin Roelli. Maya Grollimund wird ihr Fachwissen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit einbringen, Karin Roelli übernimmt das Aktuariat. Mit klarer Mehrheit wurde Jolanda Welter Alker in ihr neues Amt als Präsidentin gewählt. Sie wird der Frauenzentrale die nächsten drei Jahre vorstehen. Allen drei Frauen wünschen wir viel Freude in ihren neuen Tätigkeitsbereichen und den bisherigen Vorstandsfrauen viel Energie für die Weiterführung ihrer Aufgaben.

 

Verabschiedungen

In ihrer Abschiedsrede blickte Susanne Vincenz auf ihre neunjährige Präsidialzeit zurück. Die Frauenzentrale habe sie verändert; das Wissen, welches sie erlangte in Gesprächen mit Subvenienten, Mitarbeiterinnen und Vorstandskolleginnen habe sie geprägt. «Ich habe hier Frauen kennen gelernt, die mir sonst nie begegnet wären», stellte sie mit Freude fest.

Als letzte Amtshandlung blieb ihr nun die Verabschiedung von Karin Hungerbühler, der Vizepräsidentin der Frauenzentrale. 14 Jahre war Karin Hungerbühler im Vorstand. Mit sehr grossem Engagement, viel Ruhe und Gelassenheit leitete sie Projekte, brachte wertvolle Ideen ein und prägte die Vorstandstätigkeit nachhaltig.

Karin Hungerbühler ihrerseits übernahm die Verabschiedung von Susanne Vincenz als Präsidentin. Sie habe die Frauenzentrale auch in stürmischen Zeiten mit grossem Erfolg geführt. Die Frauenzentrale habe dank ihr beträchtlich an Format und Profil gewonnen.

 

Mit der Melodie des Siebziger-Jahre-Schlagers «Tränen lügen nicht» und einem eigens für Susanne Vincenz und Karin Hungerbühler kreierten Text sangen alle Mitarbeiterinnen der Frauenzentrale ein Dankeslied für die beiden grossen Schafferinnen. Etliche Taschentücher wurden gesucht und die Geehrten waren sichtlich gerührt über diesen musikalischen Abschied.

 

Buchvernissage «Frauen bewegen»

Ein Jahr dauerte die Arbeit für das Buchprojekt. Liana Ruckstuhl, die Autorin des Jubiläumsbuches «Frauen bewegen», erzählte mit Humor und vielen Anekdoten, wie die Geschichten gesammelt, aufgeschrieben und verarbeitet wurden. 26 eindrückliche Frauenportraits sind zusammen gekommen und die Freude über das vorliegende Buch ist denn auch sehr gross.

 

Die Vernissage bestritt Liana Ruckstuhl jedoch nicht alleine; sie holte sich mit Veronika Breitler (Ärztin und Psychologin), Sarah Peter Vogt (Inhaberin einer Consulting-Firma), Andrea Lang (Opern- und Konzertsängerin) und Iris Moser (Bäuerin und Familienfrau) vier Frauen auf die Bühne, die im Buch ihre Geschichten erzählen. Persönliches, Heiteres und Intimes gaben die Frauen preis. Iris Moser gestand, sie sei erschrocken, als der Text vor ihr lag. «Bin das wirklich ich?» habe sie sich gefragt. Die eigene Geschichte zu erzählen ist eben etwas anderes, als sie danach schwarz auf weiss zu lesen.

 

Abgerundet wurde das Buch mit den wunderschönen Fotos von Franziska Messner-Rast. Sie hat es geschafft, alle Frauen von ihrer ganz persönlichen Seite zu zeigen und hat damit viel Feingefühl bewiesen. Liana Ruckstuhl hob denn diese besondere Gabe der Fotografin auch speziell hervor. Mit grossem Applaus wurden schliesslich alle anwesenden Geschichtenerzählerinnen für ihren Buchbeitrag geehrt. Nach der Vernissage nutzten viele Gäste die Gelegenheit, das Buch zu erwerben und es von der Autorin und der Fotografin signieren zu lassen.

 

Was bleibt...

Eine äusserst emotionale Generalversammlung, eine vergnügliche Buchvernissage und ein festlicher Abschluss beim gemeinsamen Apéro riche prägten diesen 1. September im Jahre 2014, der in die Geschichte der Frauenzentrale St.Gallen eingehen wird.

 


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