Ein High Light für das HVM St. Gallen - ein grossartiges Weihnachtsgeschenk auch an die Öffentlichkeit

30:12:2014

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Erika und Otto Stadler
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Hindu-Gottheit mit Ziehmutter

In den Ausstellungs-Besuch mit einbinden sollte man die Präsentation:„50 Jahre Kellerbühne St. Gallen“. Auf einer grossem Fläche wird ihre Theaterwelt in vielfältiger Weise inszeniert. Filmausschnitte und Hörstationen lassen das Wirken der letzten Jahrzehnte aufleben. Wertvolle Originale - Gästebücher mit Karikaturen, Fotos prominenter Kabarettisten und Künstlerinnen, Grafiken und Requisiten - dokumentieren das Leben auf und hinter der Bühne.

Öffnungszeiten während der Weihnachtsferien: Montags geschlossen ansonsten 10 bis 17 Uhr, geschlossen auch am 31. Dezember sowie am 1. Januar 2015.

www.hmsg.ch

   

Im wahrsten Sinne des Wortes besteht die grossartige Schenkung von Otto und Erika Stadler an das Historische und Völkerkundemuseum St. Gallen HVM aus 17 mehr als mannsgrossen Holz-Skulpturen. Diese Objekte sind ein Teil der Stadlerschen Asien-Sammlung, die aus Südindien, aus Andrah Pradesh, stammen und die dortige religiöse Volkskunst widerspiegeln.

 

Elke Baliarda

 

Otto Stadler, seines Zeichens Kaufmann, reiste berufsbedingt viel in der Welt herum und entwickelte schon früh grosses Interesse für die fernöstliche Religion und Philosophie. Das Sammeln fernöstlicher Kunst war nur eine Folge. Vermittelt wurde die Schenkung vom St. Galler Textilunternehmer Max R. Hungerbühler, einem guten Freund des Ehepaars Stadler. Er setzte sich dafür ein, dass die Sammlung nicht in ein Museum in Deutschland kam, sondern nun St. Gallen bewahrt bleibt.


Schenkungsübergabe

Kürzlich übergab das Stifterehepaar Stadler sein grossartiges Geschenk höchst offiziell und im Beisein von Stadtpräsident Thomas Scheitlin und Arno Noger, Präsident der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, sowie Max R. Hungerbühler, an den Direktor des Historischen und Völkerkundemuseums, Daniel Studer.


Hohe Handwerkskunst

Ab sofort sind die Skulpturen religiöser südindischer Volkskunst im renovierten Ausstellungsraum im Erdgeschoss des HVM zu betrachten. Die Besucher werden zuerst einmal überrascht sein, von der Grösse der Figuren. „Das sind die grössten Stücke der Völkerkunde, die wir je hatten“, freut sich Daniel Studer und erinnert daran, dass die jeweiligen Mitbringsel der Kaufleute von damals ja im Handgepäck verstaut werden mussten. 

„Das Abbild der Hindugottheit Vishnu in seinen verschiedenen Inkarnationsstufen gehört zum Schwerpunkt der Sammlung. Einmal sieht man ihn als übergrossen Wächterlöwen, dann als tanzenden jungen Kuhhirten oder Flötenspieler oder als Kind zusammen mit seiner Ziehmutter. Eines der augenfälligsten Stücke ist die lebensgrosse Skulptur des heiligen weissen Elefanten aus Holz, mit Leinwand überzogen und mit polychromer Bemalung. Er stellt das heilige Reittier der Gottheit Indra dar. Die Proportionen des mächtigen Tieres sowie die reiche Bemalung aus Gold und natürlichen Farben zeugen von einer beachtlichen Handwerkskunst.“

 

Alles in  allem einfach überwältigend. Ein Besuch während der aktuellen Ferientage, aber auch zu anderen Zeiten ist praktisch ein Muss.


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