Vernetzt und mit viel Freiraum

16:04:2014

Die Aarauer Stadtpräsidentin will eine attraktive und gesunde Stadt

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Seit 100 Tagen als Stadtpräsidentin einer Hauptstadt im Amt: Jolanda Urech.
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"Ein Netz ist tragfähig und belastbar, bietet aber auch Knoten, die zusammenhalten oder auch gelöst werden müssen", sagt die Aarauer Stadtpräsidentin.

Jolanda Urech, seit 100 Tagen Stadtpräsidentin der fünftgrössten Stadt der Schweiz Aarau hat sich in den letzten zehn Jahren zu einer selbstbewussten, aufgeschlossenen und lebensfrohen Stadt entwickelt. Diese Entwicklung hat Jolanda Urech, die seit 100 Tagen als Stadtpräsidentin wirkt und während 12 Jahren als Stadträtin amtete, weitgehend mitgestaltet. Anders als ihr langjähriger Vorgänger, setzt sie auf Vernetzung und spricht von Freiräumen und Zeitinseln für die Gesellschaft und die Stadt.  

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Fast auf den Tag genau 100 Tage im Amt, lud Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech jüngst die Medien zum Zwischenhalt ein und sprach in ungezwungener Form über ihr Amt und ihre Stadt – und was sie persönlich für wichtig hält.

 

Cornelia Forrer

 

„Mit gewissem Respekt und grosser Neugier“, habe sie ihr Amt angetreten, obwohl sie dank zwölfjähriger Amtszeit als Stadträtin schon ahnen konnte, was auf sie zukommt. Beim Start habe sie nicht zuletzt wegen der Wakkerpreisvergabe an Aarau und wegen des Bestatters profitiert. „Aarau war positiv in aller Munde“, erzählt die Stadtpräsidentin lächelnd. Als oberste Personalverantwortliche mit rund 1000 Mitarbeitenden sei es ihr ein Anliegen, in den ersten Wochen, alle zu besuchen. Den Werkhof, den Friedhof, das Stadtbauamt, die sozialen Dienste und Firmen, Vereine und Verwaltungen in und um die Stadt, habe sie bereits besucht und sei äusserst beeindruckt von der Vielfalt der Arbeitstätigkeiten und der Loyalität der Mitarbeitenden. Überall sei die Stadtpräsidentin gut empfangen worden, die sich auch über die privaten Kontakte beim Einkaufen, im Theater oder in der Altstadt immer freut. Ihr Ziel, eine „Stadtpräsidentin für alle“ zu sein, hat sich die Aarauerin nämlich nicht nur als Wahlspruch ausgedacht, sondern lebt es auch im Alltag. Austausch nimmt sie ernst, den kurzen Schwatz in der Altstadt genauso, wie die wichtige Sitzung mit hochrangigen Gästen. Und dass sie auch im hohen Amt nicht abgehoben hat, demonstriert sie den Medienvertretern anschaulich, während sie frisch, ehrlich und ungezwungen Erlebnisse, Schwerpunkte und einen Ausblick für sich und die Stadt präsentiert. Klar, dass bei einem so intensiven Pensum der Terminkalender nicht mehr von ihr selbst geführt werden kann. „Ich hätte ihn schon längst nicht mehr im Griff“, erzählt die Stadtpräsidentin, die sich wundert, dass sie doch immer schon gern und viel gearbeitet habe, ihr jetziges Amt aber an Intensität nicht zu überbieten sei. Zeitinseln und Freiräume sind ihr darum enorm wichtig, denn die grosse Inanspruchnahme sei auch eine besondere Herausforderung für die Beziehung, die Familie und Freunde. So sei sie froh, keine kleinen Kinder mehr versorgen zu müssen, denen sie ständig erklären müsste, warum die Mama schon wieder unterwegs sei.


Belastbar und tragfähig  

Wie wichtig die Vernetzung der Stadtpräsidentin ist, demonstrierte sie im zweiten Teil ihrer 100-Tage-Bilanz, anhand eines Einkaufsnetzes. „Das Netzwerk ist solide, stabil, nachhaltig und belastbar“, zeigte sie den Medienleuten am Anschauungsobjekt auf. Das passe auch zu ihrem Verständnis für Politik. Es gelte nämlich Netzwerke mit Mitarbeitenden, Nachbargemeinden, Quartiervereinen, Interessengruppen oder Arbeitgebern zu knüpfen und Partnerschaften einzugehen. Aarau als Stadt, Kantonshauptort, Wirtschaftsraum und als Militärstützpunkt hat gleich in mehrfacher Beziehung Scharniercharakter. „Firmen sind nicht nur Steuerzahler, sondern Partner der Stadt“, sagt Urech. Dort würden nämlich nicht nur Arbeitsplätze angeboten, sondern auch kulturelle oder soziale Projekte unterstützt, junge Menschen ausgebildet oder Arbeitssuchende integriert. Am Beispiel des Kasernenareals, in dem die Medienveranstaltung Gastrecht genoss, zeigte die Stadtpräsidentin auf, dass eine zivile und militärische Nutzung am gleichen Ort möglich ist. Am Kompetenzzentrum für Militärmusik üben nämlich die Militär-, die Stadtmusik und die Harmonie in denselben Räumlichkeiten. Dass ein Zusammenspiel in dieser Form funktioniert, stimmt auch hinsichtlich der Umnutzungspläne des Bundes zuversichtlich. 2018 gehen die Durchdiener weg und der Vertrag zwischen Stadt und Bund läuft per 2030 ab, sodass es gilt, Gespräche aufzunehmen, sich zu vernetzen und Schritt für Schritt Lösungen für eine spätere Nutzung des Kasernenareals zu erarbeiten. „Noch vor den Sommerferien ist eine erste konstituierende Sitzung mit dem Kanton geplant, an der die Vorstellungen ausgebreitet werden“, verrät die Stadtpräsidentin und betont, dass die Begleitung des Projektes und die Partnerschaft mit dem Kanton zwar weit über ihre Amtszeit hinaus dauern werde, aber schon jetzt ein Schwerpunktthema sein müsse.


Nicht alles steuerbar 

Jolanda Urech wünscht sich Freiräume für die Stadt, genauso wie das Netz zwischen den Knoten und Verknüpfungen auch offen sei. "Freiräume müssen belebt werden und nicht alles ist steuerbar", sinniert sie. Frei- und Erholungsräume seien zu erhalten, etwa der Aareschutz, der Schachen, die Pärke in der Stadt. "Es gilt, Sorge zu tragen", bemerkt Urech, die sich Raum für kreative Ideen und Ruhequellen in der Stadt wünscht. Aarau ist attraktiv, ein Wirtschaftsraum mit einer Dynamik und Lebensqualität, die viele Grossstädte kaum mehr kennen. Es sei nicht alles fertig. Die Stadt müsse sich weiter entwickeln. Vernetzt und gemeinsam sei dies einfacher.      

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