Die Zeitfresser entsorgen

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Zeitfresser stehlen uns unablässig die Zeit.
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Schaffen Sie sich Ihre Zeitinseln und entspannen Sie!

Zeit

Zeit ist eines der höchsten und knappsten Güter. Besonders Frauen spüren das. Werden Sie egoistischer und schaffen Sie sich Zeitfenster und Zeitinseln!

 

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Wie sagte doch einst der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca?


Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. 


Michael Ende schrieb vor Jahren ein wunderschönes Märchen über die Zeitdiebe, das ein Bestseller, in verschiedene Sprachen übersetzt und auch verfilmt wurde. Momo hat an Aktualität nichts verloren. Warum lassen Sie nicht einfach die Seele baumeln und lesen wieder einmal dieses poetische Buch?


Buchtipp Momo


 

Die Neujahrsvorsätze sind grösstenteils verpufft. Es ist bald Frühling und damit steht die Zeit des Neubeginns vor der Tür. Nun gilt es, Zeit zu gewinnen, um sich den schönen Dingen des Lebens vermehrt zuwenden zu können.

 

Autorin

25:02:2012

 

Was fehlt jeder Frau am meisten? Richtig geraten, es ist die Zeit zum Ausspannen, die Zeit zum Umsetzen der Träume und einfach die Zeit für sich selbst, während der die Seele baumeln kann. Dagegen aber lässt sich einiges tun.

Mal ehrlich, wo verstecken sich die Zeitfresser? Meist sind es die immer gleichen Dinge, die uns die Zeit stehlen: Tägliches Einkaufen, mehrmals wöchentlich für die Kids die Chauffeuse spielen, den Haushalt stets auf Hochglanz zu bringen, Telefonate mit Freundinnen, Müttern und sonstigen Ratsuchenden, die uns immer zum unmöglichsten Zeitpunkt überfallen, Hausaufgabenbetreuung, die Tiere versorgen, den Hund Gassi führen und so weiter und so fort.. Setzen Sie sich mal hin und überlegen Sie, was geändert werden kann und studieren Sie die nachfolgenden Tipps!


Von Unwichtigem trennen

Es lohnt sich, zu überlegen, welche Zeitfresser gestrichen oder delegiert werden können. Es muss nicht immer die Mutter sein, die das Haus saugt. Die Kids sind für ihre Zimmer selber verantwortlich. Die Hose kann nach gründlicher Einführung auch der Pascha im Haus mal bügeln. Der Frauentreff, bei dem wöchentlich die Nachbarn und Freunde durchgenommen werden, muss künftig ohne Sie auskommen, wenn er Ihnen keinen Spass mehr macht. Versickert Ihr freiwilliges Engagement in Schulen, Vereinen oder im Beruf? Dann weg damit. Gewinnen Sie Zeit für Sinnvolleres!

Netzwerke bilden

Unterstützen Sie sich unter Frauen gegenseitig. Wechseln Sie sich mit den Kindertransporten ab. Bilden Sie Einkaufsgemeinschaften und lassen Sie sich auch mal etwas besorgen. Richten Sie Kindertauschgemeinschaften ein. Bilden Sie Lerngruppen, bei denen Mütter sich gegenseitig abwechseln. Machen Sie Anschläge in Kaufhäusern oder Gratisinserate und suchen Sie Gleichgesinnte für Arbeit, Erholung, Entlastung und Plausch.

Nein sagen lernen

„Nein“ ist ein Wort, das viele Frauen nicht zu kennen scheinen. Hilfsbereitschaft ist eine schöne Tugend. Wenn sie aber an die eigenen Ressourcen geht, ist es definitiv zu viel. Springen Sie über den Schatten, wenn Partner, Freunde, Familie und Co. mal wieder um Hilfe bitten. Zählen Sie innerlich bis zehn und sagen dann ohne Erklärungen ein klares Nein. Wenn Begründungen gefragt sind, fassen Sie sich bitte kurz. Übrigens: „Ich habe keine Lust und keine Zeit“, gilt auch als Begründung.

Hilfe annehmen

Im Haushalt können Sie die Kinder unterstützen. Es gibt einige Aufgaben, die ihnen unproblematisch anvertraut werden dürfen. Stellen Sie fünf mögliche Aufgaben zur Wahl, lassen Sie die Kids selber entscheiden und verlangen Sie dann auch, dass sich diese an die Abmachungen halten. Mütter, Schwiegermütter, Freundinnen, Kollegen und Co. freuen sich oft, Ihnen helfen zu können. Nehmen Sie diese Hilfe an. Sei es im Büro, im Haushalt oder in der Freizeit: Hilfe geben und Hilfe annehmen sollten sich die Waage halten.

Pläne aufstellen

Ein Wochenplan, eine systematische Planung des Monats, eine Grobplanung des Jahres etc. können sehr hilfreich sein. Hängen Sie den Plan an den Kühlschrank, damit er für alle einsehbar ist. Wichtig: Auch Ihre Freizeit muss geplant werden! Kontrollieren Sie mithilfe des Plans, welche Termine eingehalten wurden und welche nicht, und lassen Sie sich keine Zeit stehlen. Ein Plan muss mit der Familie besprochen und Abmachungen müssen eingehalten werden.

Den Haushalt managen

Ein Einkauf pro Woche genügt. Ausserdem gibt es Möglichkeiten, sich die meisten Dinge per Internet-Bestellung direkt ins Haus liefern zu lassen. Das Führen einer Einkaufsliste ist in jedem Fall unumgänglich. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Die Blankoliste, die am Kühlschrank befestigt wird, dient der ganzen Familie, fehlende und ausgehende Dinge aufzunotieren. Putzen Sie nicht täglich, sondern dann, wenn es nötig ist. Waschen Sie, wenn die Maschine ausgenützt werden kann. 


Grundsätzlich müssen Sie lernen, sich selber wichtig zu nehmen. Bauen Sie immer wieder Zeitfenster und Zeitinseln für sich ein. Noch ein letzter kleiner Rat, falls Sie manchmal dennoch ein schlechtes Gewissen haben.


Wenn Sie glücklich und zufrieden sind, kommt das auch der Familie, den Freunden, dem ganzen Umfeld zugut. In diesem Sinne Glück und viel und gute Zeit für Sie!



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